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Geschrieben von: Gast, 10.12.2014, 14:29, Forum: Bürgerfragen, Antworten (2)

Hallo zusammen,
ich hätte eine Frage.
Mein man hat vor 2 Monaten einen Antrag gestellt auf Familienzusammenführung.
ich habe der Ausländerbehörde regelmäßig e-mails geschrieben, wann ich den endlich einen Brief bekomme. zur Info ich habe die deustche Staatsangehörigkeit.
Dann habe ich eine e-mail bekommen wo dran stand: Das Verfahren ist in Deutschönad abgeschlosen, ihr ehemann bekommt in den nächsten Tagen Bescheid"
Ist das denn normal, dass sie von mir nichts wissen wollen, ob ich arbeite wo ich wohne?
Ist das jetzt etwas pozitives oder negatives ?
HILFE!!Icon_cry
Hatte jemand das gleiche Problem?

LG

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Geschrieben von: Gast, 09.12.2014, 20:15, Forum: Personalrat / Betriebsrat, Antworten (1)

Hallo,
stehen mir zu meiner Gehaltsgruppe 5 Stufe 3 zusätzlich als Personalrat bei den Stadtwerken Vergünstigungen zu?
LG Friedhelm Icon_rolleyes

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Geschrieben von: Gast, 09.12.2014, 19:41, Forum: Personalrat / Betriebsrat, Antworten (4)

Hallo zusammen,
wir sind ein Stadttheater mit 180 Mitarbeitern in Bayern und haben einen eigenständigen PR. Vor kurzem wurde eine Stelle extern und intern gleichzeitig ausgeschrieben. Auf diese Stelle hat sich eine interne Mitarbeiterin der Stadt beworben und es gab eine externe Bewerberin. Der Dienststellenleiter und die Abteilungsleiterin der Schneiderei waren für die externe Bewerberin. Der PR hat sich für die interne Bewerberin eingesetzt da beide die gleichen Qualifikationen vorweisen konnten. Es kam zu keiner Einigung und der PR hat einstimmig den Beschluß gefasst, die Zustimmung zur Einstellung der externen Bewerberin zu verweigern. Daraufhin hat uns der Dienststellenleiter mitgeteilt, dass der PR mit der Stellenbesetzung nichts mehr zu tun hat, da er sich die Zustimmung vom Gesamtpersonalrat der Stadt einholen werde.
Kann der Gesamtpersonalrat der Stadt den PR vom Stadttheater überstimmen?

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Geschrieben von: KommunalForum, 09.12.2014, 18:47, Forum: Kommunalverwaltung, Antworten (1)

"Anlässlich des CDU-Bundesparteitags in Köln bekräftigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Forderung nach mehr Personal in den Krankenhäusern. "Wir brauchen eine verbindliche und nachhaltige Personalbemessung, die sich am Bedarf der Patienten orientiert", betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.
Tatsache sei, dass es einen engen Zusammenhang zwischen
Personalmangel in der Pflege und Mortalitätsrate gebe. Auch andere Berufsgruppen benötigten eine gesetzliche Personalbemessung. "Die dünne Personalausstattung in der Reinigung schafft Hygieneprobleme", sagte Bühler. Die dringend erforderliche Aufstockung der Pflege auf
Kosten anderer Tätigkeiten müsse daher verhindert werden.

Am Freitag hatte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform ein Eckpunktepapier vorgelegt. Das Pflegestellenförderprogramm löse allerdings die Personalprobleme nicht. 2016 soll es demnach
rechnerisch eine Pflegekraft pro Krankenhaus mehr geben. "Eine Aufstockung um eine Stelle pro Krankenhaus verdeutlicht, dass die Politik den Ernst der Personalsituation nicht ansatzweise verstanden hat", stellte Bühler klar. Eine Erhebung von ver.di aus dem Jahr 2013 beziffert den Fehlbestand auf 70.000 Pflegekräfte. Dagegen soll das Pflegeförderprogramm zwischen 2016 und 2018 gerade zehn Prozent davon in die Kliniken bringen. ver.di begrüßt indessen die auch von ihr
geforderte Einrichtung einer Expertenkommission. Sie biete
mittelfristig die Chance, die Personalprobleme im Krankenhaus zu lösen."

(Pressemitteilung von Verdi vom 9.12.14)

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Geschrieben von: Gast, 09.12.2014, 15:44, Forum: Kommunalbeamte, Antworten (1)

Hallo !
Ob ich hier richtig bin, weiß ich nicht.
Sage einfach einmal, um was es mir geht :
Ich bin seit 1999 im vorzeitigen Ruhestand und habe gewisse Zweifel an der Berechnung der
"Ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten".
Ich suche eigentlich jemanden, der fachkompetent einmal einen Blick auf
meine Berechnung macht und mir die Richtigkeit bestätigt oder auch nicht.
Würde mich freuen, wenn eine Rückmeldung erfolgen würde !
Danke vorab !
Gruß
hokl

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Geschrieben von: Gast, 08.12.2014, 23:53, Forum: Arbeitnehmer, Antworten (3)

Hi,

ich habe folgende Frage:

Ich habe mittlere Reife, und eine abgeschlossene Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Da man als Angestellter aber bekanntlich der Depp vom Dienst bzw. der Arsch ist würde ich gerne zum Beamten "aufsteigen".
Natürlich nicht im mittleren sondern im gehobenen Dienst.
Voraussetzung ist dafür allerdings die Hochschulzugangsberechtigung sprich Fach-/Abi.
Allerdings gibt es auch so etwas wie "gleichwertiger Bildungsabschluss"

Seht Ihr eine Chance für mich als Vfak in dieses "Schlupfloch" zu kommen???
Bzw. irgendwie anders in den gh Dienst aufzusteigen??

Danke

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Geschrieben von: Gast, 08.12.2014, 18:49, Forum: Bürgerfragen, Antworten (1)

Guten Abend,

wir sind derzeit sehr am Boden. Vor bereits zwei Jahren wollten wir uns trauen lassen, allerdings war mein Verlobter da noch kein Deutscher. Kurz vorab die Fakten:

Ich bin Deutsche und habe aufgrund meiner Eltern die polnische Staatsangehörigkeit als 2. Staatsangehörigkeit. Von mir werden die gängigen Dokumente zur Eheschließung verlangt. Alles kein Problem.

Mein Verlobter ist 1994 aus dem damaligen Jugoslawien, genauer aus dem Kosovo, als Flüchtling mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Er hatte bis 2008 die jugoslawische Staatsangehörigkeit. Nach der Unabhängigkeit vom Kosovo war er dann serbischer Staatsbürger ohne dass er einen Pass oder sonst etwas vorliegen oder je beantragt hat, denn Jugoslawien gibt es ja nicht mehr. Er beantragte dann die kosovarische Staatsangehörigkeit damit er ein Ausweispapier hat.
Im November 2013 begann die Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies begann mein Verlobter hauptsächlich, weil wir dann kein Ehefähigkeitszeugnis mehr erbringen müssen. Es wurde ihm dann auferlegt, die kosovarische Staatsangehörigkeit abzulegen da er ja neben der deutschen nur eine SA haben darf. Es wurde davon abgesehen, ihm aufzuerlegen, die serbische SA abzulegen, weil es zwischen Serbien und Kosovo kein Abkommen gibt, und Kosovaren dort allein schon aus politischem Hintergrund keine Unterlagen aushändigen. Er wird dort nicht einmal als Staatsbürger Serbiens angesehen, weil er sich für die kosovarische SA entschieden hat.
Die Ausländerbehörde ist war also aufgeklärt und weiß über die politische und bürokratische Situation im Balkan Bescheid und verzichtet auf Unterlagen aus Serbien bzw. auf die Ablegung der SA und nimmt eine doppelte SA "in Kauf".
Für Kosovaren besteht in Serbien zudem eine Gefahr für Leib und Leben.

Nun verlangt das Standesamt für die Eheschließung eine Ledigkeitsbescheinigung aus Serbien. Er hat alle Dokumente u.a. Geburtsurkunde usw.für die Einbürgerung aus Kosovo erhalten, demnach wird sein Geburtenregister im Kosovo geführt. Wieso muss er dann eine Ledigkeitsbescheinigung aus einem Land haben, wo er noch nie gelebt hat, nie einen Pass gehabt hat, nie die SA überhaupt beantragt hat? Wieso nicht aus dem Kosovo, wo doch sehr viel wahrscheinlicher eine Ehe eingegangen hätte werden können und wo auch sein Geburtenregister geführt wird?
Wir haben uns an die serbische Botschaft in Hamburg gewandt. Dort wurde uns mitgeteilt, dass sie uns keine Dokumente ausstellen kann, das muss vor Ort in Serbien passieren.
Wohin sollen wir denn da? Wer soll denn seine Ledigkeit bescheinigen können? Wer wird bereit sein eine Negativbescheinigung auszustellen? Dann wird mir von anderen Fällen erzählt, wo auch Dokumente aus Mazedonien beschafft werden mussten, von einem mazedonischen SB. Das ist doch wie Apfel und Birne und nicht mit unserem"Fall" vergleichbar.
Wir entschieden also in Dänemark zu heiraten. Der Termin ist Mitte Januar 2015. Nun wollte ich vom Standesamt wissen, welche Unterlagen ich für die Namenserklärung nach der Trauung in Dänemark benötige. Sie sagte, dasselbe wie wenn sie hier heiraten würden. Mir bringt die Eheschließung in Dänemark keine Vorteile eher Nachteile. Denn dann braucht mein Verlobter nicht mehr die Ledigkeitsbescheinigung, sondern eine Familienstandbescheinigung aus Serbien und die sei noch teurer oder schwieriger zu beschaffen.

Ist das so alles richtig? Darf sie für die Namenserklärung wieder die Heiratsunterlagen verlangen? Ich konnte mich wirklich nicht mehr halten am Telefon und bin in Tränen ausgebrochen. Wieso wird es uns denn so schwer gemacht? Was soll das alles? Dann wird mir noch gesagt ich könnte auch in New York oder sonst wo heiraten, läuft immer gleich. Als wenn es ein Wunsch von uns wäre ohne Familie in Dänemark zu heiraten.

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Geschrieben von: KommunalForum, 08.12.2014, 18:00, Forum: Kommunalverwaltung, Antworten (3)

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung werden die Debatten des Deutschen Bundestags für die Bürger immer unattraktiver:

"Die Bundesbürger interessieren sich immer weniger für die Diskussionen im Deutschen Bundestag. Nur jeder Vierte kann sich konkret an eine Debatte der letzten Monate erinnern, und auch die Medienberichterstattung über die parlamentarische Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren halbiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung über Debatten und Fragestunden im Bundestag. Um die Diskussionen und die parlamentarische Befragung der Regierung zukünftig wieder attraktiver, lebhafter und bürgerfreundlicher zu gestalten, schlägt die Stiftung Reformen vor. Dabei sollen auch Bürger direkt am Parlamentsgeschehen beteiligt werden.

Der umfassende Befund diagnostiziert das dramatisch schwindende Interesse der Bürger. Nach einer aktuellen Umfrage der Stiftung für die Studie hat in den vergangenen Monaten  nur gut ein Viertel der Befragten in Deutschland (27 Prozent) eine Bundestagsdebatte im Radio oder Fernsehen verfolgt. Noch weniger können sich an ein dort diskutiertes Thema erinnern. Im Vergleich zu den 80er Jahren ist dies ein Rückgang um die Hälfte. Die geringe Wahrnehmung des Bundestages hat konkrete Auswirkungen: Nach dieser Umfrage können beispielsweise heute nur 54 Prozent die aktuellen Oppositionsparteien im Bundestag benennen.

Eine vergleichende Medienanalyse verzeichnet einen klaren Rückgang um 41 Prozent der Berichterstattung in den wichtigsten deutschen Print- und Online-Medien. Dabei wurden in den vergangenen zwölf Monaten lediglich 275 Beiträge in den wichtigsten deutschen Print- und Online-Medien verzeichnet; gegenüber 468 Beiträgen im Vergleichszeitraum der Jahre 2005 bis 2006. Über einzelne DAX-Unternehmen wird deutlich mehr berichtet als über alle Bundestagsdebatten zusammen. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, zieht das Fazit: "Politik darf nicht nur in den Talkshows stattfinden. Eine demokratische Willensbildung ohne breite Wahrnehmung der Parlamentsdebatten kann dauerhaft nicht gelingen. Deutschland benötigt deshalb eine substanzielle Reform der Debattenkultur im Bundestag."

(Auszug aus Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 8.12.14)

Es existiert wohl keine entsprechende Studie für den Bereich der Kommunalpolitik. Halten Sie die Ergebnisse dennoch für übertragbar ? Was könnte im kommunalen Bereich unternommen werden, um das Interesse der Bürger zu wecken ?

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Geschrieben von: KommunalForum, 08.12.2014, 17:43, Forum: Kommunalbeamte, - Keine Antworten

Der Deutsche Beamtenbund fordert, dass auch positive Veränderungen im Rentenrecht auf Beamte übertragen werden:

"Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hat bekräftigt, dass die jüngsten Verbesserungen im Rentenrecht wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen werden müssen. Im Gespräch mit der Zeitung „Schwarzwälder Bote“ (Ausgabe vom 8. Dezember 2014) verwies er darauf, dass „man über Jahrzehnte hinweg Verschlechterungen in der Rente auch auf die Beamten übertragen“ hat.

„Also die Anhebung der Altersgrenze in Richtung 67 Jahre oder die Absenkung des Versorgungsniveaus von 75 auf 71,5 Prozent der letzten Bruttobezüge. Wenn jetzt mal etwas Positives kommt wie die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren mit 63 oder auch die Mütterrente, die verbessert worden ist, dann können wir nicht einfach so tun, als wären die Beamten jetzt nicht mit dabei. Entweder man macht generell wirkungsgleiche Übertragung oder man lässt es ganz. Wir sagen, das muss man parallel vollziehen, bei negativen wie bei positiven Entwicklungen“, so der dbb Chef."

Mehr: http://www.dbb.de/cache/teaserdetail/art...nicht.html

Wie bewerten Sie die Forderungen des DBB ?

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Geschrieben von: Gast, 08.12.2014, 13:45, Forum: Arbeitnehmer, - Keine Antworten

Mir ist als Angestellte des Landes eine Versetzung angekündigt worden. Muss ich mit Gehalseinbußen rechnen?

Rita Ratlos

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Geschrieben von: Gast, 08.12.2014, 10:58, Forum: Bürgerbüro, - Keine Antworten

Guten Tag die Damen und Herren,

ich wäre dankbar für eure Einschätzung zu einem Fall:

Ehemann A wirft seine Ehefrau und sein Kind aus dem Haus, behält jedoch Reisepass und Personalausweis der Ehefrau und den Kinderreisepass seines Kindes (gemeinsames Sorgerecht).

Kann ich die Ausweisdokumente über §§ 12 PassG, 29 PAuswG einziehen und der Frau wieder aushändigen?

Danke.

Gruß

F.L.

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Geschrieben von: KommunalForum, 04.12.2014, 20:00, Forum: Arbeitnehmer, Antworten (1)

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert höhere Eingruppierungen von Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen.

Für den Bereich Sozial- und Erziehungsdienst hat verdi zum 31. Dezember 2014 die Eingruppierungsvorschriften und die Entgeltordnungen gegenüber der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gekündigt. Anfang 2015 sollen Tarifverhandlungen aufgenommen werden. Konkret bedeutet das: ver.di will eine Verbesserung der Eingruppierung der Beschäftigten, die in der Wirkung eine Erhöhung von durchschnittlich zehn Prozent bedeutet.

Dazu wurden 2 Pressemitteilungen veröffentlicht:

a) Pressemitteilung Verdi vom 11.11.14: "Gesundheitsberufe: ver.di fordert von kommunalen Arbeitgebern mehr Bewegung bei Eingruppierung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) aufgefordert, sich nicht länger gegen eine angemessene Eingruppierung von Gesundheitsberufen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu sperren. „Die tarifliche Neubewertung der Berufe im Gesundheitswesen ist überfällig. Die Entgeltordnung im öffentlichen Dienst für die Gesundheitsbranche ist fast 25 Jahre alt, die letzen Änderungen gab es 1994. In dieser Zeit haben sich Ausbildungen stark verändert und die Anforderungen an die Gesundheitsberufe deutlich erhöht“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler nach der vierten Runde der Verhandlungen über Eingruppierungen, die am 10. und 11. November 2014 in Dortmund stattgefunden hat. Vom Ergebnis der Gespräche gehen dabei auch wichtige Signale an private Gesundheitskonzerne und Wohlfahrtsverbände aus, weil sich das gesamte Gesundheitswesen traditionell stark an der Eingruppierung in öffentlichen Kliniken orientiert.

Die Tarifverhandlungen mit der VKA kämen nicht voran, klagte Bühler. Während ver.di fordert, eine deutliche Aufwertung vorzunehmen und die hohe Verantwortung der Beschäftigten in den Kliniken, Altenpflegeeinrichtungen und Notfallambulanzen endlich auch entsprechend zu vergüten, wollen die Arbeitgeber zum Teil noch hinter die Eingruppierung aus den 90er Jahren zurück. „Alle reden davon, wie wichtig Pflege ist, und dass man die Arbeit mit und für Menschen besser bezahlen muss. Wenn es dann in Tarifverhandlungen konkret wird, suchen die Arbeitgeber wieder nach hanebüchenen Begründungen, um zukünftig statt mehr sogar weniger zu bezahlen“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Bühler. In der Pflege werde qualifizierte Arbeit geleistet. Die Arbeit sei körperlich und psychisch belastend, erfordere eine hohe Empathie, kein anderer Beruf komme den Menschen so nahe. ver.di fordere, dass eine qualifizierte Pflegekraft mindestens 3.000 Euro im Monat verdienen muss – das bedeute für viele Beschäftigte eine Steigerung um rund 500 Euro.

„Wir erwarten in den Verhandlungen einen großen Schritt in Richtung 3.000 Euro“, erklärte Bühler. „Wenn wir wollen, dass die Berufe für junge Menschen attraktiver werden, braucht es gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung.“ Völlig inakzeptabel sei, dass man für einige Berufe in der Gesundheitsbranche die Ausbildung auch noch selbst über Schulgeld finanzieren muss, so zum Beispiel Physio- und Ergotherapeuten oder in einigen Bundesländern sogar noch in der Altenpflege.

Die Verhandlungen werden Ende Januar fortgesetzt. In dieser Zeit wird ver.di mit den Mitgliedern den Verhandlungsstand beraten und auch mit bei ver.di organisierten Führungskräften über neue Eingruppierungsvorschriften für die Leitungsebene diskutieren."


b) Pressemitteilung Verdi vom 4.11.14: "Nachhaltige Aufwertung von Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen überfällig – tarifpolitische Konferenz in Berlin

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt ihre Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Gesundheitsberufen und Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient. „Die Beschäftigten müssen entsprechend ihrer hohen Verantwortung und professionellen Arbeit bezahlt werden“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag zum Auftakt einer zweitägigen tarifpolitischen Konferenz in Berlin. Dort diskutieren Tarifexpertinnen und -experten darüber, wie sich die Gewerkschaft angesichts des wirtschaftlichen Wettbewerbs und des zunehmenden Fachkräftemangels strategisch aufstellen wird.

Bis Mitte der 90er Jahre habe der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT), Vorläufer des heutigen Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD), in der gesamten Branche faktisch wie ein Flächentarifvertrag gewirkt. Mit dem zunehmenden Wettbewerb versuchten die Arbeitgeber aber, sich durch möglichst geringe Tariflöhne oder sogar durch die Verweigerung von Tarifverträgen materielle Vorteile zu verschaffen. Die Branche finanziere sich hauptsächlich durch Sozialversicherungsbeiträge und Steuergelder und damit durch politische Rahmenbedingungen gesetzte Preise: „ver.di ist nicht bereit, Tarifverträge nach Kassenlage zu machen. Stattdessen müssen faire Tarifverträge entsprechend refinanziert werden“, stellte Bühler klar. Weitere Probleme schafften der Einsatz von Leiharbeit zur Tarifflucht und der Missbrauch von Werkverträgen.

Als „verlogen“ kritisierte die Gewerkschafterin den Ruf der Arbeitgeber nach einem Gesetz zur Tarifeinheit. So schafften sich einige Gesundheitskonzerne in ihren Kliniken durch Ausgliederung von Tätigkeiten geradezu eigene „Branchen“, wenn etwa der Hol- und Bringedienst von Patienten willkürlich der Logistikbranche zugeordnet werde, der Sterilisationsbereich der Reinigungsbranche oder die Pflegehilfskräfte als „Serviceassistenten“ der Hotelbranche. „Durch die Aufspaltung organisieren sich die Arbeitgeber bewusst mehrere eigenständige Tarifauseinandersetzungen in einem Unternehmen, stellen die ganzheitliche Versorgung der Patienten in Frage und schaden damit letztlich der Qualität“, betonte Bühler."

Ferner wurde eine Kampagne gestartet: http://www.soziale-berufe-aufwerten.de/ . Auf der Webseite führt Verdi folgende Berufe / Berufsfelder auf:

  • Sozialarbeiter/-innen ASD/KSD, offene Jugendarbeit, usw.
  • Sozialpädagogen/-innen, Erzieher/-innen in Kindertagesstätten / Ganztagsschulen / Krankenhäusern / Psychiatrien
  • Kinderpfleger/-innen
  • Sozialassistentinnen und Sozialassistenten
  • Schulsozialarbeiter/-innen
  • Jugendgerichtshelfer/-innen
  • Heilpädagogen/-innen
  • Heilerziehungspfleger/-innen
  • Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB)
  • Arbeitserzieher/-innen

Wie bewerten Sie die Forderungen von Verdi ?

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Geschrieben von: Gast, 04.12.2014, 16:07, Forum: Personalrat / Betriebsrat, Antworten (1)

Eine Frage zur Freistellung: Wir haben eine Vollzeitstelle für die Freistellung, die der Vorstand unter sich aufteilt. Zwei Personen a ca. 20 Stunden. Das hat der Vorstand so für sich bestimmt. ist das so in Ordnung? Oder entscheidet das Gremium darüber, wie die Freistellungsstunden innerhalb desselben verteilt werden? Unser Vorstand beharrt darauf, dass ihm die Freistellung alleine zusteht.

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Geschrieben von: Gast, 04.12.2014, 10:57, Forum: Arbeitnehmer, Antworten (1)

Hallo und Moin,

wie und wo stelle ich einen Antrag auf Überprüfung der Eingruppierungen?

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Geschrieben von: Gast, 03.12.2014, 15:01, Forum: Verwaltungsfachangestellte, - Keine Antworten

Hallo alle zusammen Smile

Ich habe schon ein bisschen rumgesucht, wurde aber leider noch nicht fündig.
Ich suche eine Gruppe bzw. ein Thema, wo man sich für die Prüfungen mit anderen vorbereiten kann oder mal Zusammenfassungen von Lernzetteln sehen kann, damit man mal genau weiß, was für die Prüfungen zum Verwaltungsfachangestellte gelernt werden muss. Damit ich und andere nichts vergessen und damit man das zeitlich besser einschätzen kann (wann ich anfangen muss zu lernen).

Wäre schön, wenn mich jemand auf eine solche Gruppe bzw. ein solches Thema verweisen könnte oder wir hier so ein Thema eröffnen können Smile

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Geschrieben von: KommunalForum, 03.12.2014, 13:45, Forum: Kommunalverwaltung, - Keine Antworten

Die globale Strategieberatung Simon-Kucher & Partners hat einen weltweiten Vergleich des ÖPNV-Angebots in Großstädten vorgenommen. Die Pressemitteilung:

"Weltweite ÖPNV-Studie: Deutsche Städte vorzeigbar – aber nicht spitze

Im großen Nahverkehrs-Vergleich sind unter den deutschen Großstädten keine klaren Gewinner oder Verlierer auszumachen: bei Angeboten, Preisen und Service gibt es überall Plus- und Minuspunkte.
Köln/Bonn, 3. Dezember 2014 – Im bundesweiten Vergleich belegt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in München zwar den ersten Platz in der deutschen Gesamtwertung, liegt jedoch nur knapp vor den anderen Städten, die alle sehr dicht beieinander sind. In den Einzelbetrachtungen der Kategorien Angebot, Preis und Service verschieben sich allerdings die Plätze. So landet jede Stadt mal auf dem Treppchen – aber auch mal weit unten. Das ergibt eine umfangreiche Untersuchung des öffentlichen Nahverkehrs von 21 Metropolen weltweit – darunter sieben deutsche Großstädte (Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart). Hierfür hat die globale Strategieberatung Simon-Kucher & Partners zahlreiche Daten aus den Bereichen Angebotsumfang, Preisgestaltung und Kundenorientierung im Nahverkehr gesammelt, ausgewertet und miteinander verglichen.* „Beim Vergleich der deutschen Städte gibt es keine klaren Gesamt-Sieger oder Verlierer. Hat die eine Stadt etwa eine gute Netzabdeckung, schneidet sie vielleicht in der Preisgestaltung schlecht ab oder umgekehrt. Diese Detailergebnisse sind am Ende wesentlich“, erklärt Dr. Gunnar Clausen, Partner bei Simon-Kucher. So punktet beispielsweise Köln mit Sauberkeit und Modernität, erhöht die Preise aber am stärksten. Und Berlin bietet zwar die ‚sozialsten‘ Preise, aber eben auch eine veraltete Ausstattung.

Berlin und Dresden bestes Netz, Stuttgart punktet im Service
Den deutlich besten Angebotsumfang gibt es in Berlin, den zweiten Platz teilen sich Stuttgart und Frankfurt. Berlin verfügt beispielsweise über das beste Busnetz gemessen an der Länge in Relation zu den Einwohnern (0,88 km pro 1.000 Einwohner), Dresden hat das beste Bahnnetz (0,27 km pro 1.000 Einwohner), Hamburg das bundesweit ausbaufähigste Bahnstreckennetz (0,06 km). Betrachtet man die Verfügbarkeit, präsentiert sich Stuttgart mit dem besten Serviceangebot am Wochenende (44 Prozent der Bahnen fahren an Sonn- und Feiertagen), Köln verliert hingegen in dieser Kategorie: die Domstadt hat beispielweise die geringste Anzahl an Verbindungen zum Flughafen (nur vier pro Stunde), glänzt aber in der Kategorie Erscheinungsbild mit dem saubersten und modernsten ÖPNV. Hingegen ist der Berliner ÖPNV etwas in die Jahre gekommen und die Sauberkeit in Dresden generell verbesserungswürdig.

Rabatt-König München, Hamburg günstigster Kilometerpreis, Preiserhöher Köln
Hamburg hat relativ das beste Preisniveau, gefolgt von Stuttgart und Dresden. In der Hafenstadt ist der Kilometer mit 13 Cent am günstigsten. Den höchsten Kilometerpreis zahlt man in Frankfurt mit 29 Cent pro Kilometer. Rabatt-Könige sind die Münchener Fahrgäste. Die Bayernmetropole hat die insgesamt höchsten Preisnachlässe für Studenten und Senioren. Schlecht schneidet Dresden ab: dort existiert etwa kein Monatsticket für Senioren. Am ‚sozial-freundlichsten‘ fährt beispielsweise eine alleinerziehende arbeitssuchende Mutter mit Kind in Berlin: hier zahlt sie nur 48 Euro monatlich, ganz im Gegensatz zum teuren Stuttgart (135 Euro).
Es gibt große Unterschiede bei den jährlichen Preisanpassungen: Auf die letzten drei Jahre gesehen kommt Berlin bei seinem Monatsticket mit der geringsten durchschnittlichen Preiserhöhung im 1,7 Prozent pro Jahr daher, Köln erhöht die Preise konstant am stärksten, nämlich sowohl beim Einzel- als auch Monatsticket mit satten vier Prozent pro Jahr.

Frankfurt schlechte Preistransparenz, Dresden ‚sprachenarm‘
München liegt in Sachen Kundenorientierung klar vor Berlin und Köln. Im Detail betrachtet hat Stuttgart jedoch die höchste Tariftransparenz: Mehr als 70 Prozent der Berührungspunkte verfügen über Tarifinfos. In Frankfurt sind nur an knapp der Hälfte der Fahrzeuge und Haltestellen die Tarifinfos ausgehängt. Die meisten Bezahlmöglichkeiten bietet Stuttgart: An 70 Prozent der Automaten kann der Fahrgast auf fünf verschiedene Arten sein Ticket bezahlen. In Dresden und Hamburg zählt nur Bares, denn dort gibt es keine Option der EC- und Kreditkartenzahlung. Und Köln ist die einzige Stadt, in der man an keinem einzigen Automaten mit Geldscheinen bezahlen kann.
Bei der Kundennähe kann wieder München punkten: die Kundenzentren haben dort mit 115 Stunden/Woche die längsten Öffnungszeiten. Die geringste zeitliche Erreichbarkeit der Hotlines herrscht in Frankfurt und Stuttgart (45 Stunden bzw. 50 Stunden/Woche). In München finden sich auch nicht-deutschsprachige Fahrgäste am besten zurecht: Hinweise und Infos gibt es hier im Schnitt in vier Sprachen, in Dresden nur durchschnittlich 1,3 Sprachen.

Gut, aber noch nicht gut genug
Die Studie zeigt: Jede Stadt ist in einer Kategorie mal besonders gut aber wiederum in einer anderen besonders schlecht. Insgesamt ist der deutsche ÖPNV durchaus vorzeigbar, aber in wichtigen Details und im weltweiten Gesamtvergleich verbesserungswürdig. Beispielsweise in puncto Barrierefreiheit sind die untersuchten deutschen Städte lediglich durchschnittlich (bis zu 70 Prozent barrierefreie Zugänge) – Singapur ist zu 100 Prozent barrierefrei. Auch Sydney und Amsterdam sind im Vergleich zu deutschen Städten vorbildlicher. Schlecht stehen hier Berlin, Frankfurt und Dresden da, die im Schnitt nur die Hälfte der Stationen mit freiem Zugang bieten. Das ist nur ein Beispiel von vielen an dem ein gewisser Rückstand zu anderen Städten auf der Welt deutlich wird. Andererseits teilt sich Berlin mit Madrid den ersten Platz in der Gesamtkategorie Angebotsumfang. „Bei jeder deutschen Stadt gibt es irgendwo Mängel und demnach Verbesserungspotenzial“, so Dr. Philipp Biermann, Partner bei Simon- Kucher. „Und keine hat genug Lorbeeren, um sich darauf auszuruhen. Im deutschen Nahverkehr gibt es noch einiges zu tun.“"

Wie bewerten Sie das ÖPNV- Angebot in den deutschen Großstädten ?

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Geschrieben von: KommunalForum, 02.12.2014, 14:38, Forum: Kommunalverwaltung, Antworten (1)

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung stellt in einer Studie vor, wie Kommunen einem Fachkräftemangel begegnen können:


"Wie Kommunen für ausländische Fachkräfte attraktiv werden können

Kommunen können mit einer Vielzahl von Maßnahmen ihre Attraktivität für Fachkräfte aus dem Ausland erhöhen. Im Mittelpunkt stehen dabei die lebensweltliche Integration der Zuwanderer und die Unterstützung von Unternehmen bei der Rekrutierung und Eingliederung von Fachkräften. Das geht aus einer vom BBSR veröffentlichten Studie hervor.

Wie eine gute kommunale Zuwanderungspolitik ablaufen kann, wurde anhand von acht kommunalen Fallbeispielen untersucht. Aus den Erfolgsfaktoren haben die Autoren übertragbare Ansätze abgeleitet. "In vielen Kommunen hat ein Perspektivwechsel stattgefunden. Weniger die Probleme der Zuwanderung stehen im Vordergrund, sondern mehr die damit verbunden Chancen, insbesondere in Zeiten eines sich verstärkenden Fachkräftemangels. In diesem Zusammenhang entwickelt sich auch zunehmend eine Willkommens- und Anerkennungskultur", so BBSR-Direktor Harald Herrmann. 

Willkommenskultur, Welcome Center, Relocation Service, interkulturelle Öffnung, Rekrutierung in Südeuropa – diese Stichworte stehen stellvertretend für kommunale Strategien, mit denen qualifizierte ausländische Fachkräfte in die Kommunen und ihre Unternehmen geholt werden sollen. Die acht untersuchten Kommunen gründen Netzwerke und Kooperationen, entwickeln Konzepte und setzen Maßnahmen um, die verschiedene Zielgruppen und Handlungsfelder betreffen. Ein Schwerpunkt sind die serviceorientierte Verwaltung und Begrüßungs- und Informationsinitiativen für Neubürger. Zentral ist dabei die Bündelung der zuwanderungsrelevanten Informationen und Angebote.

Ein weiterer Bereich, der die Integration unterstützt, ist die Netzwerkbildung: Die enge Zusammenarbeit der Kommunen mit verschiedenen Akteuren wie z.B. Migrationsberatungen, Sprachkurs- und Bildungsträgern, Migrantenorganisationen und Wirtschaftsverbänden schafft die erforderlichen Strukturen für ein „Willkommen aus einer Hand“. Für die Schaffung einer Anerkennungskultur spielen zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement sowie die soziale Vernetzung eine wichtige Rolle. In den Kommunen werden daher zahlreiche Paten-, Lotsen- und Mentoren-Modelle für Neu-Zuwanderer erprobt.

Das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement, Berlin, hat die Studie für das BBSR realisiert. Sie ist als BBSR-Online-Publikation 10/2014 abrufbar."

Download:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffe...onFile&v=2

Wie bewerten Sie die Studie ?

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Geschrieben von: KommunalForum, 02.12.2014, 13:42, Forum: Kommunalverwaltung, - Keine Antworten

Der Deutsche Städte - und Gemeindebund setzt sich in einer Pressemitteilung damit auseinander, wie die Sicherheit der Bürger verbessert werden kann:

"Anlässlich der Konferenz „Bündnis für mehr Sicherheit in den Kommunen“ am 02. Dezember 2014 haben der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft gefordert, Bürger und den örtlichen Handel und das Gewerbe besser zu schützen, die Polizeipräsenz zu erhöhen und die Eigenvorsorge zu stärken.

„Für die Bürgerinnen und Bürger sind Sicherheitsgefühl wie auch die Sicherheitslage, Fragen der Lebensqualität. Den Bürger verunsichert nicht nur das spektakuläre Verbrechen. Das tägliche Erlebnis von Verwahrlosung, Vandalismus und Zerstörung und die dramatische Zunahme von Wohnungseinbrüchen führt zu wachsender Kriminalitätsfurcht“, so Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Dies hat teilweise gravierende Auswirkungen auf die Freiheit der Menschen. Bestimmte Viertel in den Kommunen werden gemieden, zu bestimmten Zeiten traut man sich nicht mehr alleine auf die Straße, hochwertige Gebrauchsgüter, wie z. B. teure Fahrräder, werden wegen des Diebstahlsrisikos entweder nicht mehr gekauft oder eingeschränkt genutzt.

Das Vertrauen in den Staat – der vermeintlich nicht ausreichend schützt – nimmt ab, die Staats- und Politikverdrossenheit steigt. Das hat auch negative Auswirkungen auf den örtlichen Handel und die lokale Wirtschaft. Längst ist die Sicherheit auch ein Faktor der Standortqualität für den Einzelhandel und die Wirtschaft.

Unverzichtbar – so Landsberg weiter – sei eine Erhöhung der Polizeipräsenz und eine Verstärkung der Ermittlungstätigkeit bei Einbruchsdiebstählen. Da das Land aufgrund seiner Finanzlagekaum in der Lage sein werde, zusätzliche Polizisten einzustellen, sollte die Polizei in anderen Bereichen, z. B. bei Geschwindigkeitsmessungen und Halterfeststellungen, entlastet werden.

Eine weitere Entlastungsmöglichkeit der Polizei sieht der Deutsche Städte- und Gemeindebund durch die Ausdehnung der Verantwortlichkeit von Fahrzeughaltern. Selbst bei einfachen Parkverstößen, die nicht mit Punkten in Flensburg verbunden sind, weisen die Fahrzeughalter häufig darauf hin, dass sie das Fahrzeug zum fraglichen Zeitpunkt nicht gefahren haben. Umfangreiche Ermittlungen – auch der Polizei – sind nötig, die ebenfalls Personal binden. Hier wäre es sinnvoll, im Straßenverkehrsgesetz vorzusehen, dass – jedenfalls bei einfachen Ordnungswidrigkeiten, die nur ein Verwarnungsgeld zur Folge haben – der Halter des Fahrzeuges haftet. Ähnliche Modelle haben sich in anderen europäischen Ländern bereits bewährt.

„In einer neuen Sicherheitsstruktur müssen die privaten Sicherheitsdienste noch besser und effektiver eingebunden werden“, so Gregor Lehnert, Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). „Schon lange sind auch private Sicherheitsdienste ein unverzichtbarer Baustein für mehr Sicherheit in Städten und Gemeinden. Notwendig sind abgestimmte Konzepte im Rahmen eines Bündnisses für Sicherheit zwischen Polizei, Kommune, örtliche Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Städte in Deutschland haben bereits gute Erfahrungen gemacht, wenn sie qualifizierte private Dienstleister in ihre Sicherheitsstruktur einbinden und bei der Auftragsvergabe hohe Anforderungen an die Unternehmen stellen“, sagte Lehnert.

Das Gewaltmonopol des Staates werde nicht in Frage gestellt, aber nicht jede Schutzmaßnahme müsse notwendigerweise durch die Polizei gewährleistet werden, betonten Lehnert und  Landsberg.

Auch die Bürgerinnen und Bürger seien gefordert, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen: „Mehr Sicherheit schaffen wir nur, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte, auch die Bürgerinnen und Bürger, sich stärker engagieren“, sagte Landsberg abschließend."

(Pressemitteilung Deutscher Städte- und Gemeindebund vom 2.12.14)

Wie beurteilen Sie die Forderungen des Gemeindebundes ?

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Geschrieben von: Gast, 01.12.2014, 18:49, Forum: Arbeitnehmer, Antworten (4)

Hi,
eigentlich dachte ich heutzutage gibt es sowas nicht mehr. Jetzt habe ich jedoch wieder gehöhrt, dass eine Angestellte vom Landratsamt plötzlich zum Beamten werden soll, ohne zusätzlich die Beamtenlaufbahn, also Beamtentest, 3 jährige Ausbildung usw. durchlaufen zu haben.

Das Bundesland ist Bayern.


Ist diese Verbeamtung überhaupt möglich, wenn ja wie??

Danke

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Geschrieben von: KommunalForum, 01.12.2014, 17:54, Forum: Öffentlicher Dienst, Antworten (3)

Die Hans- Böckler- Stiftung setzt sich in einem Aufsatz mit dem Burnout auseinander:

"Burnout als Symptom einer übertriebenen Wettbewerbsmentalität ernst nehmen

Wachsende Anforderungen, Wettbewerbsdruck ohne Feierabend und ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit – wo diese Faktoren zusammenkommen, steigt das Burnout-Risiko. Soziologen sehen das Leiden als Symptom einer entgrenzten Arbeits- und Wirtschaftsweise.

Begonnen hat es in der alternativen Nische. Als der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger 1974 erstmals Fälle von Burnout beschrieb, waren seine Patienten Sozialarbeiter und Lehrer, die wie er in Spanish Harlem arbeiteten: hoch motiviert, politisch engagiert – und nach Jahren frustriert durch die Erfahrung, dass sie trotz eines Einsatzes weit jenseits normaler Arbeitszeiten im damaligen New Yorker Problemviertel nicht wirklich etwas ändern konnten – eben „ausgebrannt“.

Die besondere Kombination aus hoher eigener Identifikation und systematischer Überforderung von Beschäftigten sei ein Schlüssel, um zu verstehen, warum sich Burnout stark ausgebreitet hat, schreiben Prof. Dr. Sighard Neckel und Greta Wagner. Natürlich gab es immer schon harte Arbeit und Stress. Trotzdem sei Burnout keineswegs nur eine Modediagnose, betonen der Frankfurter Soziologie-Professor und seine Mitarbeiterin. Erschienen ist ihr Aufsatz in den WSI-Mitteilungen, der Fachzeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Burnout spiegele vielmehr gewichtige Veränderungen in Arbeitswelt und kapitalistischem Wirtschaftsmodell wider: „Unrealistische Erwartungen an die Belastbarkeit von Mitarbeitern entstammen längst nicht mehr dem Idealismus alternativer Milieus der 1970er-Jahre, sondern sind in einer ökonomischen Kultur zur Regel geworden, die um jeden Preis auf permanente Leistungssteigerung setzt.“

Zwei wesentliche Trends greifen nach Analyse der Wissenschaftler ineinander: 
Eine Selbstverantwortungs- und Wettbewerbslogik, die das Berufsleben prägt, aber längst auch in den privaten Bereich hineinreicht – von der Konkurrenz zwischen betrieblichen Profit-Centern über die Sorge um den Schulerfolg der Kinder bis hin zur Castingshow im Fernsehen. Neckel und Wagner sehen einen Zusammenhang zur „Ausbreitung des Neoliberalismus in den 1990er-Jahren“. In deren Folge sei „es zu einer zeitlichen und sachlichen Entgrenzung von Wettbewerben“ gekommen, „sodass Wettbewerbe zunehmend die Sozialordnung als Ganzes bestimmten“.

Einerseits seien zuvor weitgehend nach anderen Logiken organisierte Bereiche wie Hochschulen oder öffentliche Verwaltung in den Wettbewerb einbezogen worden, so die Forscher. Zum anderen verkürzten sich für sehr viele Erwerbstätige die Abstände, in denen „der erreichte Status wieder zur Disposition gestellt und ,performativ‘ neu erkämpft werden“ musste. Begünstigt wurde das durch Fortschritte in der Informationstechnik. Leistungsfähige Computer bildeten eine zentrale Voraussetzung für engmaschige Leistungs- und Erfolgskontrollen. Mobilgeräte eröffneten die Möglichkeit, Beschäftigte dauernd zu erreichen. Hinzu kamen Deregulierungen auf dem Arbeitsmarkt. Sie erleichterten beispielsweise die Einrichtung befristeter Jobs, die der Analyse von Neckel und Wagner zufolge „den Leistungsdruck auf die Mitarbeiter erhöhen und sie zwingen, ihren Wert für die Organisation immer wieder von Neuem beweisen zu müssen“.

Als zweiten, „subjektiven“ Faktor der Entgrenzung identifizieren die Soziologen den Wunsch vieler Menschen, „dass die Arbeit mehr sein möge als bloßer Lebensunterhalt“. Der Anspruch, sich im Beruf selbst zu verwirklichen, habe sich seit Freudenbergers Zeiten stark ausgebreitet und werde auch dort gepflegt, wo das früher nicht üblich war. Was aus Sicht des einzelnen Arbeitnehmers grundsätzlich nachvollziehbar und sinnvoll sei, könne jedoch „zum Köder“ werden. Nämlich dann, wenn Unternehmen mit praktisch grenzenlosem Einsatz kalkulieren – nach Ansicht der Forscher sind beispielsweise kräftige langfristige Zuwächse bei atypischen oder überlangen Arbeitszeiten ein Indiz dafür. Besonders problematisch sei es, wenn Beschäftigte keine echten Möglichkeiten hätten, ihre Arbeitsgestaltung mitzubestimmen. Neckel und Wagner resümieren typische psychologische Fallbeschreibungen zum Burnout: „Die Identifikation mit der Arbeit trieb die späteren Burnout-Patienten, je unzulänglicher die Arbeitsbedingungen waren, in immer größeres Engagement, was schließlich zum Erschöpfungszusammenbruch führte“.

Dass Burnout in den Medien prominent behandelt wird, halten die Soziologen für durchaus positiv. Das Syndrom sei zu einem griffigen Symbol geworden, über das „der Wandel der Arbeitswelt und die daraus entstehenden psychischen Kosten, welche die Arbeitssoziologie teilweise bereits seit Jahrzehnten beschrieben hatte“, nun verstärkt Thema in breiteren gesellschaftlichen Debatten würden. Statt aus Überforderung resultierende psychische Erkrankungen als individuelle Probleme abzutun, gerieten die Schattenseiten einer übersteigerten Wettbewerbsgesellschaft in den Blick, die die Arbeitskraft verschleiße. Nicht selten bereits in Vorauswahlen oder Antragsprozessen für Projekte, die am Ende nie umgesetzt werden. Die öffentliche Kritik könnte helfen, die Wirtschaft auf einen stärker nachhaltigen Entwicklungspfad zu bringen, hoffen Neckel und Wagner. In manchen Unternehmen seien schon Anzeichen dafür zu beobachten.

(Pressemitteilung Hans-Böckler-Stiftung vom 1.12.14)


Wie bewerten Sie die Studie speziell im Hinblick auf den Öffentlichen Dienst ?

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